Unternehmen in Schieflage
Success Story Zahlungsunfähigkeit [85 KB]
Hintergrund
Obwohl primär betriebswirtschaftliche Probleme gelöst werden müssen, kann die Sanierungsberatung kaum noch von rechtlichen und steuerlichen Fragen getrennt betrachtet werden. Feststellung der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, qualifizierter Rangrücktritt, Forderungsverzichtserklärungen, und eine mögliche Steuerpflicht von Sanierungsgewinnen tauchen im Rahmen der Beseitigung der Überschuldung regelmäßig auf.
In der Praxis spielt vor allem die Zahlungsunfähigkeit eine dominierende Rolle. Sanieren bedeutet aber zunächst, schnell die Krisenursachen zu ermitteln und gleichzeitig geeignete Maßnahmen zur dauerhaften Steigerung von Ertragskraft und Cash Flow zu entwickeln.
Krisenarten
Herkömmlicherweise unterscheidet man die Managementkrise, die Absatz- und Umsatzkrise, die Kostenkrise und die Liquiditätskrise. An deren Ende steht die Existenzkrise. Es gibt noch andere Unterscheidungen.
Gemeinsam ist allen Krisen, dass strategische Weichenstellungen im Vorfeld der Krise eine prägende Wirkung entfalten. Trügerisch ist das Trägheitsmoment von strategischen Entscheidungen generell, denn diese schlagen auf Umsatz und Cash Flow erst nach einer einer gewissen Zeitspanne durch, oft erst nach Jahren, manchmal aber auch schneller.
In der Liquiditätskrise verschärft sich der Wettlauf gegen die Zeit. Viele Unternehmen insbesondere CEO's versuchen aus nachvollziehbaren Gründen, die Krise alleine zu bewältigen. Das geht meist schief, da das Management nur selten Krisenerfahrung hat. Die Folge davon ist, dass die Probleme nicht frühzeitig an den entscheidenden Stellhebeln gelöst werden.
Die Krisenunternehmen werden oft regelrecht "ausgecasht". Die Insolvenzverwalter haben unter solchen Bedingungen kaum noch Alternativen als die Zerschlagung, und die Gläubiger haben das Nachsehen.
Das alles wäre aber vermeidbar, wenn man die Krisensignale wirklich ernst nimmt. Es ist empirsch belegbar, dass sich Krisensignale in Bilanz, GUV und im Rechtsnungswesen teilweise Jahre vor der Liquiditätskrise zeigen, wenn man die Prioritäten anders setzt und die Zahlen korrekt lesen und interpretieren kann.
Leistungswirtschaft
Die leistungswirtschaftliche Sanierung ist eine regelmäßige Pflichtübung. Dabei müssen häufig die Kapazitäten des Unternehmens an die Nachfrage angepasst werden, wobei nicht immer der klassische Personalabbau notwendig ist. Jedoch müssen vorrangig Verlustbringer identifiziert und dauerhaft eliminiert werden. In diesem Zusammenhang muss zwingend eruiert werden, inwieweit Umsätze und Kosten durch geeignete Maßnahmen saniert werden können.
Finanzwirtschaft
Die tragenden Elemente einer finanzwirtschaftlichen Sanierung sind die Wiederherstellung der Liquidität und der finanziellen Performance des geschwächten Unternehmens. Einerseits wird es erforderlich, zügig mögliche Liquiditätsreserven zu mobilisieren, anderseits müssen die Kapitaldienstdeckungsfähigkeit und der Cash Flow harmonisiert werden.
Gerade in kleineren Unternehmen stehen sich die beiden letzteren Aspekte oft aufgrund verschleppter Probleme diametral entgegen. Eine vorhandene bilanzielle Unterdeckung des Kapital kann kurzfristige Kapitalerhöhungen oder Forderungsverzichte bzw. qualifizierte Rangrücktritte notwendig machen.
Geschäftsmodell
Die Überprüfung und Neuausrichtung des Geschäftsmodells ist die Kür einer jeden Sanierung. Zwar können auch ohne Veränderungen der Unternehmensstrategie kurz bis mittelfristige Ertrags- und Liquiditätstreiber generiert werden. Ohne strategische Neusausrichtung wird jedoch keine Sanierung dauerhaft erfolgreich gelingen, denn man steht kurz über lang wieder vor denselben ungelösten Problemen, welche lediglich auf der Zeitachse verschoben werden. Das hat mit einer grundlegenden Sanierung nichts gemein.
Lösung
Wir erstellen in kurzer Zeit eine fundierte Analyse der Krisenursachen und entwickeln darauf aufbauende systematische und Handlungsempfehlungen zur dauerhaften finanziellen Gesundung des Unternehmens. Wir führen notwendige Gespräche mit dem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt des Mandanten und beteiligten Banken. Wir steuern diesen gesamten Prozess zum Wohle des Unternehmens. Bei der Erstellung eines Sanierungskonzepts orientieren wir uns am IDW-Standard (IDW ES6). Erforderlichenfalls konzipieren wir eine Fortführungsprognose bzw. ein Fortführungskonzept. Nach Abstimmung des Sanierungskonzepts mit allen Beteiligten begleiten wir das Unternehmen in der schwierigen Phase der Umsetzung.






